- Meteorologe Peter Wick warnt: Der 1. August wird schwül, klebrig und heiss – mit 30 bis 32 Grad.
- Am Nachmittag und Abend sind punktuell kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel möglich.
- Wick rät Veranstaltern, einen Plan B bereitzuhalten und das Niederschlagsradar im Auge zu behalten.
Der 1. August steht vor der Tür – praktisch in der ganzen Schweiz herrscht aufgrund der anhaltenden Trockenheit derzeit ein Feuerwerksverbot. Der Umstand, dass einzelne Gemeinden Ausnahmen bewilligt haben, sorgte zuletzt auch für Unmut. Die Chance dafür, dass bis zum Nationalfeiertag noch genug Niederschlag fällt, damit die Verbote aufgehoben werden, ist laut Peter Wick gering.
«Tatsächlich wird der 1. August wahrscheinlich ziemlich schweisstreibend, schwül und klebrig», so der Meteorologe. Am Freitagnachmittag rechnet er zunächst in den Bergen, später auch im Flachland mit einigen gewittrigen Regengüssen. «Diese können punktuell heftig ausfallen – mit Sturmböen, Starkregen und vereinzelt auch Hagel», warnt er. Wie schon in den letzten Wochen handle es sich aber kaum um eine organisierte Gewitterfront, welche flächendeckend Regen bringt, sondern um lokal entstehende Gewitterzellen.
Es kommt noch Regen – aber viel zu wenig
«Auch hier gilt wieder: Kommt es zu Starkregen, fällt innert kurzer Zeit oft mehr Wasser, als der ausgetrocknete und verhärtete Boden aufnehmen kann. Das Wasser fliesst deshalb grösstenteils oberflächlich ab und bringt nur eine begrenzte Entspannung an der Trockenheits- und Waldbrandfront», sagt Wick.
Was machst du, wenn das Wetter am 1. August so unbeständig wird, wie vorhergesagt?
Ich habe einen Plan B und lasse mir die Feier nicht verderben.
Ich feiere trotzdem draussen, ein bisschen Regen macht mir nichts aus.
Ich bleibe sicherheitshalber drinnen oder verschiebe die Feier.
Ich hoffe einfach, dass es nicht so schlimm kommt.
Mir ist das Wetter egal, ich feiere den 1. August sowieso nicht.
Für den 1. August rechnet Wick mit einem Mix aus Sonne und Wolken: «Vereinzelt kann es bereits am Morgen oder Vormittag zu einem kurzen Regenguss kommen, wahrscheinlicher sind Schauer und Gewitter aber am Nachmittag und gegen Abend. Ähnlich wie am Freitag kann es auch am Samstag punktuell zu kräftigen Gewittern mit Starkregen, Sturmböen und lokal auch Hagel kommen.» Der Schwerpunkt liege dabei voraussichtlich entlang der Voralpen und Alpen, teils aber auch über dem Jura. Mit 30 bis 32 Grad bleibe es zudem unangenehm schwül-heiss.
Derzeit sei es noch so gut wie unmöglich, den genauen Zeitpunkt und Ort der Gewitter vorherzusagen, genauere Beurteilungen sind laut Wick erst am Samstag möglich. «Wer am Nationalfeiertag einen Anlass organisiert, sollte deshalb einen ‹Plan B› bereithalten, um sich bei Bedarf vor Regen und Gewittern schützen zu können. Zudem empfiehlt es sich, die Wetterentwicklung und insbesondere das Niederschlagsradar im Auge zu behalten», rät der Meteorologe. Dort lasse sich gut erkennen, wo sich Gewitter gerade befinden und in welche Richtung sie ziehen.
So geht es danach weiter
Am Sonntag zeigen die Modelle laut dem Meteorologen momentan auf eine Entspannung an der Gewitter-Front, dafür steigen die Temperaturen wieder an: «Mit 33 bis 34 Grad wird es erneut heiss – die Hitzewelle setzt sich also fort.» Entspannung von der Dauer-Hitze ist also bis Mitte der kommenden Woche nicht in Sicht.
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Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.