Die Schweiz ächzt unter der Hitze

Die Schweiz ächzt unter der Hitze

Verbreitet würden laut Wetterdienst Meteonews 36 bis 38 Grad erwartet. © IMAGO/Anton Geisser

Normalerweise werden die höchsten Temperaturen erst am späten Nachmittag erreicht. Doch am Donnerstag meldet die Schweiz schon deutlich früher Höchstwerte.

Die Hitzewelle hat die Schweiz weiter fest im Griff. Bereits kurz nach dem Mittag sind am Donnerstag an verschiedenen Orten auf der Alpennordseite neue Höchstwerte für einen 30. Juli verzeichnet worden.

In Basel-Binningen gab es laut Meteoschweiz um 13:30 Uhr mit 38,7 Grad sogar einen neuen Rekord für den laufenden Monat. Der Wert lag nur noch knapp unter dem am 27. Juni gemessenen diesjährigen Schweizer Temperaturrekord von 39 Grad.

Unterschätztes Risiko

Waldbrände in der Schweiz: Warum die wahre Gefahr erst später kommt

Tagesrekorde verzeichnete das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie beispielsweise in St.

Gallen um 12:40 Uhr mit 29,3 Grad, in Payerne VD mit 32,7 Grad und in Davos GR 27,1 Grad. In Meiringen BE wurden um 13:00 Uhr 33,2 Grad gemessen, in Bad Ragaz SG 34,1 Grad.

Ungewöhnlich frühe Höchstwerte

Die Temperatur-Tageshöchstwerte werden im Sommer normalerweise erst zwischen 16:00 und 18:00 Uhr erreicht. Grund ist gemäss einem Wetterwissen-Blog auf der Website von SRF Meteo, dass die Sonneneinstrahlung zunächst vor allem den Boden erwärmt, und dieser danach die Luft.

Empfehlungen der Redaktion

Im Laufe des Tages könnten damit nicht nur neue Rekorde für den Monat Juli, sondern sogar neue Allzeit Temperaturrekorde aufgestellt werden, schrieb am Donnerstag der Wetterdienst Meteonews auf seiner Website. Verbreitet würden 36 bis 38 Grad erwartet.

Empfohlenes Video

RKI: Fast 10.000 Hitze-Tote in diesem Jahr

Zugleich warnen die Meteorologen vor auffrischendem Nordwestwind. Besonders am Jurasüdfuss seien vorübergehend starke Böen möglich. (sda/bearbeitet von ng)